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 Mallorca Juni 2020 Erfahrungsbericht

 

 

 

Was sich in den letzten Wochen bewährt hat,

behalten wir bis auf weiteres bei:

Wir sind gerne für Sie da!

Buchungen mit persönlicher Beratung gibt es

bei uns weiterhin telefonisch (Rückrufservice)

oder per E-Mail.

Nach vorheriger Absprache und mit

Terminvereinbarung auch bei einem Besuch in

unserem Büro

 

 

Sehr geehrte Kunden!

Liebe Kunden!

 

Fast 50 Jahre bin ich nun in der Reisebranche tätig.

Mit einer DC3 bin ich im Krüger Nationalpark gelandet, mit einer Cessna auf der Graspiste von Borkum, im

Airbus 380 nach Asien geflogen und konnte auch den Überschallflieger Concord erleben.

Aus einem Mallorca-Flug, der vor wenigen Monaten für „einen alten Hasen“ noch das Normalste der Welt war,

ist plötzlich etwas Besonderes geworden.

Letzten Sonntag und Montag gehörte ich mit rund 100 weiteren Teilnehmer zu ausgewählten Touristikern, die

auf Einladung von Condor, DER Touristik und Iberostar die Abläufe einer Flugreise in Corona Zeiten testen und

erleben konnten. Die Teilnahme war für mich selbstverständlich. Sowohl aus beruflichen als auch aus privatem

 

Mein erstes Fazit schon am Anfang:

Alle Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vor Ort sind mit denen in Deutschland zu vergleichen. Entscheidend

wird sein, dass sich auch die Urlauber danach richten. Die Bediensteten bei allen touristischen Abläufen des

Ziellandes werden es tun. Deren Arbeitsplatz ist vom Erfolg der Wiederaufnahme des Reiseverkehrs abhängig!

Doch der Reihe nach:

 

Flughafen Frankfurt: Maskenpflicht überall – wie später auch im Flugzeug.

Überall Hinweise auf die Abstandsregelung und Maskenpflicht.

Ausreichend Desinfektionsständer vermisse ich noch. Jeder Reisegast sollte ein kleines Fläschchen mit

Handdesinfektionsmittel dabeihaben (im Zipp Beutel wegen der Kontrolle des Handgepäcks).

Gepäckaufgabe und Handgepäckkontrolle wie immer. Bei derart wenig Fluggästen geht das auch relativ zügig.

Bleibt abzuwarten, wie sich das bei erhöhtem Fluggastaufkommen auswirkt. Hier ist schon der erste kritische

Punkt: Man ist diese Abläufe gewohnt, also vergisst man in der Schlange stehend schnell schon mal die

Abstandsregel!

Wenige Verpflegungsstellen sind offen (noch) es sind aber viele Automaten für Getränke und Snacks. Man

kann sich also vor dem Flug noch etwas verpflegen, denn an Bord sind keine Mahlzeiten und Getränke

 

Condor Flug: Maskenpflicht für Crew und Passagiere während des ganzen Fluges

Einsteigen wie gehabt. Es wird erwartet, dass die Kunden beim Einsteigen auch Abstand halten. Die Bodencrew

achtet darauf, dass sich im Gang zum Flugzeug kein Stau bildet und lässt dann erst die nächste Gruppe

Der Einstieg erfolgt nicht selektiert (z.B. Reihe für Reihe oder Fensterplätze zuerst)

Von Vorteil: je Passagier ist nur ein Handgepäck erlaubt. Das beschleunigt das Verstauen des Gepäcks um

Aussteigen nach Ankunft in Palma Reihe für Reihe. Jedoch nur per Ansage als Bitte und ohne weitere

Einflussnahme durch die Crew ist nicht ausreichend. Das muss besser werden. So treffen sich alle wieder wie

gewohnt im Gang, dicht an dicht! Besser und empfehlenswert dann nach der Landung bei Rückkehr in

Frankfurt. Die Stewardess regelt dies Reihe für Reihe. So soll es sein! Das war schon ein Erfolg der Testreise.

Belüftung: aufgedrehte Düse sorgen für Luftbewegung nach unten und schnellen Austausch. So das Argument

für den schnellen Luftaustausch in der Kabine und die gute Filterung. Hier mein Tipp: Sitznachbarn dazu

auffordern, auch an seinem Platz die Düse aufzudrehen. Ein Tuch oder einen Schal als Halsbedeckung sollte

man dabeihaben. Es zieht dadurch etwas mehr.

Anmerkung: Bisher planen die Fluggesellschaften alle Sitzplätze bei entsprechenden Buchungsaufkommen zu

belegen. Nur bei geringer Auslastung werden die Passagiere mit mehr Abstand platziert. Es gibt jedoch erste

Überlegungen und Pläne, dies zu ändern. Kostenfrei wird es nicht sein.

 

Meine Erfahrung mit der Maske: Persönlich hatte ich mit dem stundenlangen Tragen der Maske beim Atmen

kein Problem. Es ist sicher bei der langen Zeit besser eine medizinische Einmalmaske statt Stoffmaske zu

tragen und diese dann am Ziel zu entsorgen.

 

Ankunft Palma Flughafen. Weiterhin mit Maske

Es sind zwei Formulare abzugeben, die im Flugzeug verteilt werden und auszufüllen sind.

Das sind wenige persönliche Daten und Fragen zu Covid-19 Kontakten.

Letztlich hat man jedoch auch zu erklären, dass man im Fall der Fälle den behördlichen Maßnahmen Folge

leisten wird.

Die Busse vom Flugzeug zum Terminal werden nur halb belegt. Auf Abstand ist zu achten

Man geht im Terminal an einer mobilen Temperaturmessung vorbei. Kontaktlos.

Auch am Flughafen Palma für mich ein Mangel an Desinfektionsständern.

 

Transfers zum Hotel: Weiterhin mit Maske

Die Busse werden nur zur Hälfte belegt.

 

Hotel

Wir waren im Hotel Iberostar Cristina an der Playa de Palma untergebracht. Dieses Haus ist seit 10. Juni Pilotund

Schulungsbetrieb der Hotelkette.

Seit diesem Tag ist das Hotel zu 70% ausgelastet. Firmenangehörige aus Mallorca machen dort immer für 2,

3 Tage mit der ganzen Familie Urlaub.

Daher ist das Personal zwischenzeitlich gut geschult.

Überall Desinfektionsständer!

Lift (gilt derzeit für ganz Spanien) nur jeweils eine Person.

Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen drinnen. Außer beim Essen am Tisch.

Keine Masken am Pool, am Strand im Wasser. Vergessen Sie solche Bilder

Vieles läuft digital über eine App. z.B. Reservierungen für Fitness und Wellness, Getränke Karte,

Die Zimmer werden noch gründlicher gereinigt und nach jedem Gast desinfiziert. Auf dem Zimmer sind daher

fast alle schwer zu reinigende Gegenstände entfernt. So gibt es keinerlei Infos auf Pappe oder Papier wie

Veranstaltungshinweise, Werbeaufsteller für Wellness, Mappe A-Z und was Sie sonst dort alles kennen. Nur:

TV-Fernbedienung, zwei Gläser im Zimmer und zwei Gläser im Bad. Dort keinerlei Utensilien wie Kamm, QTipps-

Tissue etc.

Essen:

Keinerlei Selbstbedienung. Handdesinfektion beim Gang ins Restaurant und jedem Gang zum Büffet. Das

Personal achtet darauf, denn die Gäste vergessen das in der Urlaubsstimmung schnell.

Bedienungsbuffet mit bekannt großer Auswahl. Getränke werden am Tisch bestellt. Weinkarten digital per QR

Code. Dort liegen Bestecke und Servietten. Die werden vom Personal ohne Anfassen dort platziert. Man nutzt

Zangen und Pinzetten.

Getrennte Ein- und Ausgänge zum Büffetbereich. Teller stehen keine dort.

Am Büffet sind alle Speisen und das Personal hinter Glasscheiben mit Durchreiche. So erhält man auch seinen

Teller jeweils mit den Speisen.

Jeder Teller soll nur wenig angefasst werden. Also steht das Essen „Thematisch“.

Hier Salate, dort Nachtisch. Bei den Hauptgängen die passenden Zutaten zum Fleisch/Fisch.

Hier ist durch uns Verbesserungsbedarf erkannt und wird schon umgesetzt. Dafür ist ein Test ja da! Die

Beschriftungen der Speiseauswahl müssen deutlicher sein - auch in Deutsch.

Um seinen Wunsch besser benennen zu können. Jetzt füllten sich die Teller meist durch Zeichensprache _

Sehr angenehm bei Frühstück – auch wieder alles hinter Scheiben. Keine Selbstbedienung bei Kaffee oder

Saft. Super: kein Bedienungsdesaster mit der Kaffeemaschine, keine durch Überlaufen und Abtropfen

verkleckerten Saftspender.

Um bei maximal 70% Auslastung das zeitlich alles zu bewältigen, erhalten die Kunden für die Essensabläufe

drei Zeitkorridore. Diese werden auf dem Umschlag der Zimmerkarte angekreuzt. Änderungen der Zeiten sind

auf Wunsch machbar.

Grundsätzlich – und das gilt jetzt nicht nur für Iberostar - wird jedes Hotel alle Angebote anbieten, jedoch

zeitlich und zahlenmäßig reglementiert

Entertainment wird es auch geben. Nur schauen – nicht anfassen.

Ich konnte nur kurz Iberostar erkunden.

Hier kann ich Kunden bedenkenlos einbuchen, diese Hotelkette ist schon weit.

Der Kurztrip war ausgefüllt mit Workshops, Vorträgen und Gesprächen und ich kann grundsätzliches zum

jetzigen Stand sagen:

 

Was es allen – Hotels, Veranstaltern und uns Reisebüros - schwer macht:

Es gibt keine einheitlichen Normen und Vorgaben.

  •  nicht innerhalb der EU.
  •  nicht innerhalb eines Landes
  •  und oft noch nicht innerhalb einer Region.

Auf Mallorca zum Beispiel werden die Vorschriften noch mal je Gemeinde anders ausgelegt. Die Regeln am

Strand von Alcudia können also anders sein als am Strand von Pollensa oder Cala Millor.

 

So ist das auch in anderen Zielländern.

Jede Region, jede Hotelkette hat eigene Umsetzungen der Hygiene- und Sicherheitsregeln.

Nicht alle sind damit schon fertig.

Nicht alle haben mit der Umsetzung begonnen.

(bis vor Kurzem war die Öffnung in Spanien für Touristen auf 1. Juli terminiert und ist nun vorgezogen worden).

Nicht alle werden es wollen und schaffen:

Viele Hotels, die nicht zu einer Kette gehören, werden geschlossen bleiben.

und….

…. es wird durch die Behörden ständig Änderungen geben – wie bei uns in Deutschland auch.

 

Meine abschließende Einschätzung:

Es erwartet im Zielland und in den Hotels kaum Einschränkungen, die wir hier in Deutschland nicht auch

Der Aufenthalt in einem Hotel am Mittelmeer gehorcht genauso den neuen Bestimmungen wie der in einem

deutschen Hotel.

Die jetzt geöffneten Reiseländer haben auch eine gute medizinische (Covid-19) Versorgung. Sonst hätte Herr

Maas Reisen dorthin nicht von der Reisewarnung ausgenommen.

Vor Ort ist man auf Covid-19 Fälle und den Umgang damit eingestellt. Bei den Behörden, den

Reiseveranstaltern und den Hotels.

Man kann sich in Deutschland wie auch im Reiseland das Virus einfangen. Es gibt hier wie dort Menschen, die

sich an die Regeln und Vorschriften halten - oder auch nicht.

Wer sich darauf einlässt und auch einen Flug nicht scheut, kann diesen Sommerurlaub sehr entspannt und

erholsam verbringen – Hotels und Strände im Ausland werden nicht voll sein.

Bewegte Bilder und live Kommentar sehen Sie hier:

 

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Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und bleiben Sie gesund.

Herzliche Grüße

 

Hubert Wendt

 

 

 

 

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